Julien-Léopold Lobin wurde 1814 in Loches geboren. Er studierte Malerei in Paris und vervollständigte seine Ausbildung in Italien, wo er sich mit der religiösen Malerei beschäftigte.
Mit der Begegnung mit Abbé Plailly begann sein Weg in der Glasmalerei. 1847 wurde Julien-Léopold Lobin zum Leiter der Werkstatt ernannt. Er kaufte die Anteile der Aktionäre auf und eröffnete die Manufaktur Lobin. Julien-Léopold Lobin zeichnete die Kartons der Glasfenster für die neuen Aufträge. Als Modelle dienten ihm übrigens oft Bewohner des Viertels.
Zugleich entwickelte er eine Vertriebsstrategie mit einem Katalog der angebotenen Werke, den er Handelsvertretern anvertraute.
Bei seinem Tod 1864 florierte die Manufaktur und beschäftigte rund siebzig Personen, etwa Maler, Glaser und Arbeiter am Brennofen und bei der Zubereitung der Farben.