Die neuen Glasfenster

200 m² zeitgenössischer Glasfenster, die dem heiligen Martin gewidmet sind, wurden im nördlichen Querhausarm eingesetzt, der seit dem 19. Jahrhundert den Martinsaltar beherbergt. Bei ihrer Herstellung kamen die neuesten Techniken des Glasdrucks und neue Technologien mit computergestützten Verfahren zum Einsatz.

Diese Fenster erzählen die Geschichte des heiligen Martin und greifen dabei den erzählenden Charakter der alten Glasfenster auf.

Kurze Beschreibung der Fenster

  • Der Künstler scheut sich nicht, Szenen des aktuellen Zeitgeschehens neben Reproduktionen von Werken großer Maler zu stellen, die vom Leben des Heiligen inspiriert sind. So im sogenannten Fenster der „Mantelteilung“ auf der Seite des Langhauses, wo der Arme aus El Grecos „Der heilige Martin und der Bettler“ neben den Zelten der Papierlosen am Canal Saint-Martin in Paris steht. Ansehen
  • Das rechte Fenster, das sogenannte Fenster der „Kinder“ – jener Kinder, denen der Künstler während der Herstellung der Fenster begegnet ist –, verweist auf das Bild der jungen christlichen Gemeinde um ihren Hirten mit den Zügen Papst Benedikts XVI., mit der Kirche und ihrem Glockenturm im Hintergrund. Ansehen
  • Gegenüber zeigt das linke Fenster die noch lebendigen Volksfeste zum Martinstag in Französisch-Flandern mit den Umzügen der Kinder mit Laternen in der Hand sowie die Eselsumzüge in der Picardie. Ansehen
  • Das rechte Fenster ist das der gemeinsamen Werte und des Austauschs rund um die Verehrung des heiligen Martin, mit den Pilgern in Tours vor der Kathedrale und in Candes-Saint-Martin vor der Stiftskirche. Tours trägt seit 2005 den Titel „Centre Culturel Européen Saint Martin de Tours“ (Europäisches Kulturzentrum Sankt Martin von Tours). Ansehen
  • Unter den großen Fenstern beleben zahlreiche Figuren das verglaste Triforium und antworten den Stiftern, die unter der Rose dargestellt sind. Man findet dort Passanten, überraschte Spaziergänger, Betrachter und von diesen Fenstern begeisterte Bewunderer, aber auch den Künstler Gérard Collin-Thiébaut und den Glasmaler Pierre-Alain Parot. Ansehen
  • Ganz oben im verglasten Triforium entdeckt der Besucher die dem heiligen Martin geweihten Kirchen und Kathedralen – eine Erinnerung daran, dass die Bekanntheit des großen Heiligen keine Grenzen kennt. Ansehen

Mit diesen neuen Fenstern kann die Kathedrale von Tours als eines der allerersten Sakralbauwerke in Frankreich gelten, das eine neue Generation von Glasfenstern in diesem Umfang präsentiert.